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Systemtherapie ist ein therapeutisches Verfahren, das den Einzelnen im Kontext seiner Beziehungen zur sozialen Umwelt begreift. Das Augenmerk in der Therapie ist nicht auf das einzelne Individuum gerichtet, sondern auf das System, in dem es lebt. Daraus haben sich verschiedene Techniken und Methoden entwickelt, die heute für die therapeutische und beratende Arbeit mit Paaren und Familien angewendet werden. Aus den dabei gemachten Erfahrungen wird die systemische Sichtweise heute auch sehr oft in die therapeutische Arbeit mit Einzelpersonen einbezogen. Zentral ist die Annahme, dass psychische Probleme nicht zusammenhanglos in Einzelpersonen "verankert" sind, sondern dass sie sich auf der Grundlage und im Zusammenhang von Beziehungs- und Kommunikationsstörungen innerhalb eines Systems (z. B. einer Partnerschaft, Familie, Schulklasse, Organisation, auch einer Gemeinschaft bzw. der Gesellschaft) in Einzelpersonen manifestieren bzw. auskristallisieren. Daher sind in der systemischen Psychotherapie alle Personen von Belang, die einerseits an der Ausformung und der Beibehaltung des Problems bzw. der Störung beteiligt sind, andererseits auch Ansatzpunkte für Veränderungs- und Neuorientierungsprozesse bieten können. Diese involvierten Personen müssen jedoch nicht unbedingt selbst in den Therapiesitzungen anwesend sein. Progressive Muskelentspannung Das Wort Relaxation stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Entspannung im Sinne von „wieder Loslassen" von Anspannungen. „Progressiv" steht für „fortschreitend". Gemeint ist eine sich im Laufe der Übungen immer weiter vertiefende (fortschreitende) Entspannung. Eine einfache Methode der Entspannung ist die progressive Muskelentspannung nach E. Jacobson. Dabei werden verschiedene Muskelgruppen kräftig angespannt und dann ganz langsam wieder entspannt. Sie ist leicht erlernbar und lässt sich sowohl am Arbeitsplatz als auch zu Hause praktizieren und ist auch für Kinder und Jugendliche gut geeignet. Ihre Wirksamkeit wurde in zahlreichen Studien wissenschaftlich untermauert. Der Arzt und Physiologe Edmund Jacobson entdeckte bereits zu Anfang des letzten Jahrhunderts, dass zwischen dem psychischen Befinden eines Menschen und dem Grad der Anspannung seiner Körpermuskulatur eine direkte Beziehung besteht. Ein sehr anschauliches Beispiel hierfür ist der körperliche Zustand bei Angstgefühlen. Empfindet ein Mensch Angst, verspannt sich seine Muskulatur: Sein Gesicht verzerrt sich, er zittert oder bebt, sein Körper verkrampft. Die sprichwörtlichen weichen Knie nach überstandenen Gefahrensituationen sind die Folge der vorangegangenen intensiven Anspannung der beteiligten Muskelpartien. Der psychische Zustand des Menschen hat demnach eine direkte Auswirkung auf den Spannungsgrad der Muskulatur. Jacobson konnte nachweisen, dass Stress, Angst und innerer Druck nachlassen, wenn die Muskulatur ausreichend entspannt ist. Viele Menschen sind sich im Alltag gar nicht bewusst, dass einzelne Muskelgruppen bei ihnen ständig übermässig angespannt sind. Deshalb können sie diese Muskelpartien auch nicht bewusst entspannen. Um dem abzuhelfen, erfand Jacobson seine mittlerweile weltweit anerkannte Methode der muskulären Tiefenentspannung, der er den Namen „Progressive Muskelrelaxation" gab. Wir leben heute sehr kopflastig. Zum seelischen Gleichgewicht und gesunder Lebensbewältigung braucht der Mensch neben dem Denken noch andere Möglichkeiten, die ihm bei der Verarbeitung von Problemen und schwierigen Situationen zur Seite stehen. Es ist wichtig, dass Konflikte, Ängste und Phantasien ausgedrückt werden können und jenseits der Worte eine Form bekommen. Malen ist die Auseinandersetzung mit Bildern, die aus der Innenwelt entstehen. Es geht also um den Ausdruck der gegenwärtigen inneren Befindlichkeit, Stimmungen und Themen können nonverbal ausgedrückt werden. Malen ist besonders für Kinder eine gut geeignete Form des nonverbalen Ausdrucks. Im geschützten Rahmen können die Kinder sich auf gestalterische Weise mit sich auseinandersetzen. Die Kinder können sich und ihre Fähigkeiten schätzen lernen und im bildnerischen Gestalten ihre Probleme ausdrücken oder über das Malen Gefühlen auf neue Art Ausdruck verleihen. |
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